chaste &
creator
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Ich möchte mit dem Wind fliegen


Name: Wind.prinzessin
Older: 19 Jahre
Sign: Jungfrau
Height: 175cm
Fattest: 80kg/172cm

♥ Beloved ♥

Music: Rock, Electro, Indie, Alternative, Screamo
Fashion: Individuell-auf Gefühl&Stimmung abgestimmt
Things: Deep Soul Forum, Sternschmuck, Piercings&Tattoos, schwarze Klamotten, Zeitschriften, Tiere, Kinder, Auto fahren, Festivals&Konzerte
Food&Drinks: Redbull/Shugerfree, Mais, Broccoli, Cookies(-.-), Senfsoße, Tee(Earl grey), Wasser mit Geschmack

† Hated †

Music: Ami Hip Hop, ist mir meistens zu Frauenfeindlich & primitiv
Fashion: Mainstream, Trends mitmachen: ja; aussehen wie alle:nein!
Things: Spinnen, Insekten, Ärzte & Krankenhäuser, Kontrollverlust, Sorgen machen müssen
Food&Drinks: Fleisch, Tomaten, Kaffee, Rosinen

Persönliche Meinung:


- Ich halte nichts von irgendwelchen Geboten und Bekentnissen.
- Was ich hier darstelle bin ich und niemand anders, ich will zu keiner Gruppe dazu gehören und auch keinen Trend verfolgen.
- Ich weiß, dass ich eine Essstörung habe, werde aber nichts dagegen unternehmen, da ich mich ganz gut damit arrangieren kann.
- Nach Jahren gewöhnt man sich an seine Verhaltensweisen und im Moment fühl ich mich einfach noch nicht dazu in der Lage etwas zu ändern.

Selbstdiagnose

Ich könnte jetzt beginnen über Alles und Jeden zu fluchen. Ich könnte auch irgendwem die Schuld dafür geben, dass ich bin, wie ich bin. Das würde es vielleicht einfacher machen, aber nur noch mehr Falschheit in mein Leben bringen. Ich denke oft über mich selbst und mein Verhalten nach. Manchmal kann ich selbst nicht nachvollziehen warum ich etwas tue oder sage. Aber ich werde jetzt einmal versuchen, in meiner Vergangenheit zu wühlen, damit ihr mich vielleicht ein bisschen verstehen könnt.

An meine Kindheit erinnere ich mich nur sehr schwach. Nur kleine Risse sind übrig, die hin und wieder in meinem Kopf auftauchen. Ich war glaube ich ein glückliches Kind. Meine Mutter musste zwar viel arbeiten, da sie alleinerziehend ist. Aber dafür waren meine Großmutter und meine Urgroßmutter immer für mich da. Sie lieben mich, dass weiß ich. Vielleicht lieben sie mich zu viel. Kann man zu viel geliebt werden? Ich habe das Gefühl, dass es geht.

Ich hatte eigentlich immer viele Freunde, wurde von meinen Schulkameraden anerkannt, war Klassensprecherin und hatte sehr gute Noten. Erwachsene bezeichneten mich als „liebes Kind“. Und mir gefiel es, von anderen gelobt zu werden. Ich war sehr ruhig und redete kaum mit Fremden, wusste auch nicht was ich sagen sollte. War trotzdem immer freundlich. Geändert hat sich erst alles, als meine Mutter einen neuen Lebensgefährten mit nach Hause schleppte. Ich war nie einfach in dieser Beziehung, Männer machten mir Angst. Sie waren bedrohlich für mich und sind es auch Heute irgendwie noch. Ich hatte Angst, dass sie meiner Mutter weh tun. Und ich setzte alles daran, dass sie wieder verschwanden. Was natürlich dumm und egoistisch war. Aber ich schiebe es einfach mal auf meinen naiven Kinderverstand. Jedenfalls, beschloss ich meiner Mutter zuliebe diesen neuen Mann, irgendwie zu akzeptieren. Ich war damals sechs oder sieben Jahre alt. Am Anfang lief es auch gut. Aber mit jedem Jahr wurde er schlimmer. Er trank. War brutal. Ich habe meine Mutter sehr, sehr selten weinen sehen. Wenn dann wegen ihm. Sie schrieen sich an. Und er soff und soff, kotzte und soff. Bezeichnete mich als „Fettes, faules Schwein“, hinterließ blaue Flecken auf meinem Arm. Beschimpfte mich.

Ich hatte und habe heute noch furchtbare Angst vor ihm. Auch wenn ich ihn schon seit 6 Jahren nicht mehr gesehen habe. Ich war schon immer ein sehr ängstlicher Mensch, aber am schlimmsten war es wenn es Wochenende war. Ich hatte panische Furcht vor Wochenenden. Ich saß nachts in meinem Zimmer. Konnte nicht schlafen, weil ich wusste, dass er gleich betrunken heim kommen würde. Ich habe geweint und gehofft, dass es ganz bald wieder Montag ist.

Als ich zehn Jahre alt war ist mein Großvater gestorben. Das war glaube ich das Schlimmste, was mir je in meinem Leben passiert ist. Er lag schon 6 Jahre im Wachkoma. Aber ich habe ihn geliebt, ich war sein Ein und Alles. Dennoch war ich so selten bei ihm, habe mich nicht von ihm verabschiedet. Ich hasse mich dafür. Ich wünschte, ich könnte ihm sagen wie sehr ich ihn vermisse. Zu dieser Zeit begann ich auch abzunehmen. Kein Appetit. Schon beim Gedanken an Essen wurde mir übel. Ich war immer ein bisschen pummlig, da meine Omas sehr auf gutes Essen achten. Aber mit einem Mal wollte ich nicht mehr. Es gefiel mir, wenn andere sagten ich sei zu dünn. Ich war dann irgendwie stolz auf mich. Mit elf bekam ich meine Periode. Wie auch immer. Ich war am Boden zerstört und begriff nicht wieso, dass jetzt auch noch passieren musste. Ich war doch noch ein Kind, oder? Meine Haut wurde schlecht & einige Jungen begannen mich zu ärgern und als hässlich zu beschimpfen. Das zehrte an meinem Selbstbewusstsein.

Zu Hause begann das Verhältnis zwischen mir und meiner Mutter sich zuzuspitzen. In dieser Zeit habe ich mich zum ersten Mal geritzt. Ich weiß noch, wie ich nach einem Streit mit meiner Mutter rauf auf mein Zimmer gerannt bin, ich habe geweint und meine Finger spielten mit einem pinken Button auf dem „Princess“ stand. Ich fuhr mir mit der Nadel über die Haut. Und irgendwann stach ich einfach zu. Später habe ich auch gekratzt, mir auf die Lippe gebissen, gefitzt, gegen Mauern getreten, mich verbrannt etc.

Mit 12 habe ich die erste Überdosis Schmerztabletten genommen. Ich weiß nicht ob ich gehofft habe zu sterben. Habe versucht mir die Pulsader aufzuschneiden.
Ich wollte nicht sterben, ich wollte Hilfe. Wenn ich es wirklich gewollt hätte, hätte es auch geklappt.

Als ich 13 wurde und meine Mutter sich von ihrem Freund getrennt hat, bin ich auf eine andere Schule gewechselt. Dort stabilisierte sich alles wieder ein wenig. Ich hab selten geritzt und auch wieder gegessen. Allerdings war ich oft alleine und habe manchmal regelrechte Fressorgien durchgeführt. Manchmal habe ich gekotzt oder es zu mindestens versucht. Meistens es einfach dabei gelassen. Es begann mir alles egal zu werden. Habe nur ein Jahr auf dem Gymnasium durchgehalten. Mit 14 habe ich dann begonnen zu rauchen, auch ab und zu mal nen Joint. Aber das hat mich nicht befriedigt. Irgendwie konnte nichts so richtig meine Leere füllen. Ich wurde fetter und fetter und unglücklicher. Meine Noten interessierten mich nicht mehr. Bei jeder Kleinigkeit bin ich ausgerastet. Ich war unzufrieden mit mir, aber was ändern wollte ich auch nicht. Als ich mein Höchstgewicht erreicht hatte, war ich glaube ich schockiert. Ich konnte gar nicht glauben, wie eklig und imperfekt ich war. Ich begann wieder zu hungern. Und nun steh ich hier. Und drehe mich immer weiter im Kreis. Ich weiß nicht genau was ich suche und was ich erreichen will, aber die Kontrolle gibt mir Halt. Und ich kann nicht loslassen.

Ich will auch nicht.



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